+49 (0)3904 . 8769910 info@bcf-unternehmensberatung.de

Säumniszuschläge entstehen Kraft Gesetz

Wird eine Steuer zu spät entrichtet, entstehen Kraft Gesetz Säumniszuschläge als steuerliche Nebenleistung. Wie hoch diese ausfallen und wie sie verbucht werden, lesen Sie in unserem Blog-Artikel.

Säumniszuschläge zählen zu den steuerlichen Nebenleistungen. Nur die richtigen Betriebssteuern – wie zum Beispiel die Kfz-Steuer oder die Grundsteuer für betrieblich genutzte Grundstücke – zählen zu den betrieblich veranlassten Aufwendungen und können als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Mitunter gibt es im Gesetz Ausnahmen, die einen Abzug als Betriebsausgaben ausschließen, wie zum Beispiel die Gewerbesteuer.

Hinweis: § 4 Abs. 5b EStG

Steuerliche Nebenleistungen, die das Finanzamt verlangen darf – wie zum Beispiel Zinsen bei Steuernachforderungen, Verspätungszuschläge bei verspäteter Abgabe oder Säumniszuschläge wegen verspäteter Zahlung – teilen in puncto Betriebsausgabenabzug das Schicksal der ihnen zu Grunde liegenden Steuer. Sie sind entweder als Anhängsel echter abzugsfähiger Betriebssteuern ebenfalls betrieblicher veranlasster Aufwand und damit auch eine Betriebsausgabe oder sie zählen zu den nicht abzugsfähigen Aufwendungen.

Zahlt der Steuerpflichtige fällige Steuern zu spät, entstehen Kraft Gesetz nach § 240 AO Säumniszuschläge. Das gilt auch, wenn betriebliche Steuern verspätet entrichtet werden – zum Beispiel die Umsatzsteuer.

Säumniszuschläge sind zusätzliche Abgaben, die bei verspäteter Zahlung einer Gebühr, eines Beitrags oder einer Steuer fällig werden. Bei Gebühren sehen die unterschiedlichen Verwaltungsverfahrensgesetze häufig die Möglichkeit vor, im Rahmen von Billigkeitsregelungen von der Einziehung abzusehen.

Anders verhält es sich bei Steuern und Beiträgen. Hier entstehen die Säumniszuschläge kraft Gesetz. Mit anderen Worten ausgedrückt – bei Steuern und Beiträgen hat die Behörde kein Ermessen. Sie muss bei verspäteter Zahlung Säumniszuschläge festsetzen.

Die Höhe der Säumniszuschläge beträgt für jeden Monat 1% des rückständigen Steuerbetrags.

Buchungsvorschlag – Betriebsausgabe

SKR 03/04 – 2103/7303 Steuerlich abzugsfähige andere Nebenleistung zu Steuern an 1200 / 1800 Bank

Abgabe und Zahlungstermin für die Umsatzsteuervorauszahlung

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die Lohnsteuer-Anmeldung sowie deren Zahlung gehört zu den regelmäßig wiederkehrenden Pflichten eines Unternehmers bzw. Unternehmerin.

Die Umsatzsteuervoranmeldung bzw. die Lohnsteueranmeldung sind jeweils zum 10. des Folgemonats abzugeben, wenn dieser nicht auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt. Dann gilt der nächste Werktag.

Praxis Tipp : Antrag auf Dauerfristverlängerung

Die Anmeldefrist für die Umsatzsteuervoranmeldung kann um einen Monat verlängert werden, wenn eine Abschlagszahlung von 1/11 der Summe der Vorauszahlungen für das vorangegangene Kalenderjahr geleistet wird. Stellen Sie rechtzeitig einen Antrag auf Dauerfristverlängerung und melden Sie die Sondervorauszahlung an.

Share This