+49 (0)3904 . 8769910 info@bcf-unternehmensberatung.de

Nur eine konsequente und gute Ausbildung kann einen Fachkräftemängel verhindern. Das Wegbrechen von Ausbildungsbetrieben soll mit der Förderung für Ausbildungsbetriebe verhindert werden.

Kleine und mittelständische Unternehmen können im neuen Ausbildungsjahr 2020/2021 staatliche Prämien erhalten, wenn sie Auszubildende beschäftigen. Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ fördert die Bundesregierung Ausbildungsbetriebe, die trotz Corona-Krise ihr Ausbilsdungsniveau halten. Die Förderrichtlinie zur Umsetzung liegt jetzt vor.

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ setzt die im Koalitionsbeschluss vom 03.06.2020 vorgesehene Förderung neuer Ausbildungsplätze um. Die Eckpunkte des Förderprogramms sind am 24.06.2020 vom Bundeskabinett beschlossen worden. Insgesamt stehen 410 Millionen Euro zur Verfügung.

Am 31.07.2020, gerade rechtzeitig zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2020/2021, wurde die Erste Förderrichtlinie veröffentlicht. Diese regelt die konkreten Einzelheiten für die Antragstellung und Auszahlung durch die Bundesagentur für Arbeite (BAfA). Die entsprechenden Antragsunterlagen stehen ab sofort auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.

Ausbildungsniveau trotz Corona erhalten – Förderung für Ausbildungsbetriebe

Ziel der Förderung ist es, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Mitarbeitern , die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbilsdungsberufen durchführen, durch Zuschüsse zu unterstützen. Ausbildungsbetriebe können für Ausbildungen, die ab dem 01.08.2020 beginnen, je nach Voraussetzung Unterstützung von der Bundesagentur für Arbeit erhalten. Dies erfolgt in Form von Ausbildungsprämien, Ausbildungsprämien plus, Übernahmeprämien oder Zuschüssen für Ausbildungsvergütungen. Diese können sie bei der zuständigen Bundesagentur für Arbeit beantragen.

Aufrechterhaltung und Schaffung von Ausbildungsplätzen wird prämiert

Damit der Ausbildungsplatz für den Auszubildenden auch während der Pandemie nicht gefährdet wird, erhalten kleine und mittelständische Unternehmenen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei letzten Vorjahren nicht veringern, für jeden 2020/2021 neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Ausbildungsprämie in Höhe von 2.000 Euro.

Der Ausbildungsbetrieb muss von der Corona-Krise erheblich betroffen sein. Die Ausbildung darf frühestens am 01.08.2020 und spätestens am 15.02.2021 beginnen. Der Ausbildungsvertrag kann auch bereits früher abgeschlossen worden sein. Die Ausbildungsprämie wird nur ausgezahlt, wenn das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht.

Unternehmen, die ihr Angebot an Ausbildungsplätzen sogar erhöhen, erhalten für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine „Ausbildungsprämie plus“ in Höhe von 3.000 Euro.

Förderung von Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihre Ausbildungsaktivität trotz der Corona-Krise fortsetzen und Ausbilder sowie Auszubildende nicht in Kurzarbeit schicken, können eine Förderung von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung erhalten. Sie greift für jeden Monat, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent hat. Diese Unterstützung ist befristet bis zum 31.12.2020.

Übernahmeprämien für die Aufnahme von Auszubildenden

Unternehmen, die zusätzlich Auszubildende übernehmen, die wegen Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebes ihre Ausbildung nicht fortsetzen können, erhalten eine Prämie in Höhe von 3.000 Euro pro Auszubildenden. Diese Unterstützung ist befristet bis zum 30.06.2021.

Förderung temprärer Auftrags- und Verbundsausbildung

Kleine und mittelständische Unternehmen, die Auszubildende übernehmen, deren Unternehmen die Ausbildung pandemiebedingt übergangsweise nicht fortsetzen können, werden besonders gefördert. Für die Übernahme einer sogenannten Auftrags- oder Verbundausbildung sollen Unternehmen eine Prämie von 1.500 Euro erhalten. Überbetriebliche Berufsausbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister sollen mit 8.000 Euro unterstützt werden. Hier läuft die Befristung bis zum 30.06.2021. Diese Förderung wird erst in einer zweiten Förderrichtlinie umgesetzt.

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren: