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Das BMF hat eine Absenkung des Regelsteuersatzes von 19% für Speisen in der Gastronomie ab 01.07.2020 befristet bis zum 30.06.2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7% angekündigt.

Hintergrund: Umsatzsteuerliche Behandlung von Restaurationsleistungen

Verzehrfertig zubereitete Speisen können sowohl im Rahmen einer i.d.R. nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG ermäßigt besteuerten Lieferung, z. Bsp. durch Mitnahme der Speisen, als auch im Rahmen einer nicht ermäßigt besteuerten sonstigen Leistungen, z. Bsp. Verzehr vor Ort, abgegeben werden. Liegt eine Abgabe im Rahmen einer sonstigen Leistung vor, so wird der gesamte Umsatz dem normalen Steuersatz unterworfen. Die Abgrenzung von Lieferungen oder sonstigen Leistungen richtet sich ausschließlich danach, welche Leistungselemente aus der Sicht des Durchschnittsverbrauchers und unter Berücksichtigung des Willens der Vertragsparteien den wirtschaftlichen Gehalt der Leistung bestimmen.

Vom BMF geplante Hilfen für die Gastronomie

Die Gastronomiebetriebe sind von der Corona-Krise besonders betroffen. Wenn die derzeit notwendigen Beschränkungen der Bundesregierung gelockert werden und es für Restaurants, Cafes und andere Gastronomiebetriebe wieder losgeht, sollen sie möglichst schnell wieder auf die Beine kommen. Deshalb soll die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie ab dem 01.07.2020 befristet bis zum 30.06.2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7% gesenkt werden. Die entsprechende gesetzliche Regelung wird derzeit auf den Weg gebracht.

Quelle: BMF online (ImA)