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Zuschuss zur Förderung der Erstellung von Insolvenzplänen und Sanierungskonzepten

Das Insolvenzplanverfahren ist ein entscheidendes Instrument, um die Geschäftsfortführung kleiner und mittler Unternehmen in Sachsen-Anhalt sicherzustellen. Mit dem Programm Sachsen-Anhalt PLAN der Investitionsbank Sachsen-Anhalt sollen mehr Unternehmen ermutigt werden, das Insolvenzplanverfahren zu wählen, um den Erhalt des Unternehmens nach einer Insolvenz zu sichern.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz oder Betriebsstätte im Bundesland Sachsen-Anhalt, die die Erstellung eines Sanierungskonzeptes oder die Aufstellung eines Insolvenzplanes durchführen. Sie dürfen keine Unternehmen sein, die sich nach Artikel 2 Nummer 18 der AVGO bereits zum 31.12.2019 in Schwierigkeiten befanden. Sie dürfen aber Unternehmen sein, die aufgrund der Corona-Krise wirtschaftliche Schwierigkeiten hatten oder in Schwierigkeiten geraten sind.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Ausgaben für Sanierungskonzepte, welche den Anforderungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGH in Anlehnung an den IDW S6 Standard entsprechen vor Eintritt der Insolvenzantragspflicht.

Weiterhin werden die Aufwendungen für die Aufstellung eines Insolvenzplanes gemäß §§ 217-234 der Insolvenzordnung (InsO) – sowie die Aufwendungen für den gemäß § 270 b Abs. 1 Satz 1 InsO erforderlichen Insolvenzplan gefördert.

Ihre Vorteile

  • Zuschuss von bis zu 50 v.H. zu den zuwendungsfähigen Ausgaben für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes oder eines Insolvenzplanes
  • max. 10.000 EUR für Unternehmen bis zu 10 Arbeitnehmern
  • max. 25.000 EUR für Unternehmen bis zu 50 Arbeitnehmern
  • max. 50.000 EUR für Unternehmen bis zu 249 Arbeitnehmern

Was sollten Sie beachten

Die Voraussetzungen nach Nummer 4.1. Buchstaben a, b und c der Richtlinie und der Sachverhalt, dass das Unternehmen am 31.12.2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten war, ist durch eine Bestätigung eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder vereidigten Buchprüfer mit der Antragstellung nachzuweisen.

Die Umsetzung des Sanierungskonzeptes oder die Durchführung eines Insolvenzplanverfahrens muss zum Ziel haben, dass das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit fortsetzen kann und das Sanierungskonzept bzw. der Insolvenzplan auf den wirtschaftlichen Erhalt des Unternehmens ausgerichtet ist.

Bei der Erstellung eines Sanierungskonzeptes oder eines Insolvenzplanes durch einen externen Berater ist seitens des Antragstellers der Nachweis zu erbringen, dass der externe Berater die fachliche Eignung für die Erstellung von Sanierungskonzepten nach IDW S6-Standard oder von Insolvenzplänen aufweist.

Externe Berater können Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte oder Personen mit vergleichbarer Qualifikation sein. Die fachliche Eignung ist anzunehmen, wenn entsprechende Referenzprojekte im Bereich der Erstellung von Sanierungsgutachten bzw. in der Aufstellung von Insolvenzplänen vom externen Berater nachgewiesen werden können. Wird der externe Berater regelmäßig als Insolvenzverwalter bestellt, gilt die fachliche Eignung als nachgewiesen.

Das Unternehmen darf den Auftrag erst an den Berater vergeben, wenn die Investitionsbank Sachsen-Anhalt das Vorliegen der Voraussetzungen nach Nummer 4.3 bestätigt hat.

Das Sanierungskonzept ist grundsätzlich binnen sechs Wochen nach Bewilligung der Zuwendung den Gläubigern zur Entscheidung vorzulegen. Der den Unternehmenserhalt erstellte Insolvenzplan ist grundsätzlich innerhalb von drei Monaten nach Bewilligung der Zuwendung dem Insolvenzgericht zu Genehmigung zuzureichen.

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