Wirtschaftsgüter finanzieren: Leasing, Finanzierung oder Barzahlung – welche Variante ist für Unternehmer die richtige?
Gerade bei Wirtschaftsgütern mit einem hohen Anschaffungspreis stellt sich diese Frage. Ob Firmenfahrzeug, Maschine, IT-Anlage oder andere betriebliche Investition: Die Finanzierung einer Anschaffung kann erhebliche Auswirkungen auf die Liquidität, den Gewinn und die Steuerbelastung eines Unternehmens haben.
Dabei gilt ein wichtiger Grundsatz: Eine hohe Investition bedeutet nicht automatisch eine hohe Steuerersparnis. Entscheidend ist, wie die Anschaffung steuerlich behandelt wird und über welchen Zeitraum die Kosten berücksichtigt werden.
In diesem Beitrag erklären wir verständlich, welche Unterschiede zwischen Barzahlung, Finanzierung und Leasing bestehen und worauf Unternehmer und Existenzgründer bei der Entscheidung achten sollten.
Das Wichtigste auf einen Blick
Wer ein Wirtschaftsgut mit hohem Anschaffungspreis kauft, hat grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten:
- Barzahlung: Das Unternehmen bezahlt den Kaufpreis sofort aus vorhandenen Mitteln.
- Finanzierung: Der Kauf wird beispielsweise über ein Darlehen finanziert und über einen bestimmten Zeitraum zurückgezahlt.
- Leasing: Das Unternehmen nutzt das Wirtschaftsgut gegen regelmäßige Leasingraten, ohne es grundsätzlich sofort zu erwerben.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Liquidität, der Finanzierungssituation, der steuerlichen Behandlung, der Nutzungsdauer und den individuellen Unternehmenszielen ab.
Besonders wichtig: Die Zahlungsweise und die steuerliche Behandlung sind zwei unterschiedliche Themen.
Was passiert bei einer Barzahlung
Nehmen wir an, ein Unternehmen kauft eine Maschine für 100.000 Euro netto zuzüglich Umsatzsteuer.
Bei einer Barzahlung beziehungsweise Zahlung aus vorhandenen Unternehmensmitteln werden beispielsweise 119.000 Euro bei einem Umsatzsteuersatz von 19 % an den Verkäufer bezahlt.
Für ein zum Vorsteuerabzug berechtigtes Unternehmen kann die enthaltene Umsatzsteuer grundsätzlich als Vorsteuer berücksichtigt werden. Entscheidend für die Liquidität ist zunächst aber: Das Geld fließt tatsächlich vom Geschäftskonto ab.
Das kann die Liquidität des Unternehmens deutlich reduzieren.
Beispiel
Ein Unternehmen verfügt über 200.000 Euro liquide Mittel und kauft eine Maschine für 100.000 Euro netto zuzüglich Umsatzsteuer.
Nach der Zahlung stehen – vereinfacht betrachtet und ohne Berücksichtigung des möglichen Vorsteuerabzugs und weiterer Zahlungsbewegungen – zunächst deutlich weniger liquide Mittel zur Verfügung.
Das Unternehmen besitzt anschließend zwar weiterhin die Maschine. Ein Teil des Geldes wurde aber in einen Vermögensgegenstand umgewandelt.
Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied:
Eine Investition kann das Vermögen des Unternehmens verändern, ohne dass der komplette Kaufpreis sofort den Gewinn mindert.
Beeinflusst eine Barzahlung den Gewinn?
Das ist eine der häufigsten Fragen von Unternehmern.
Die kurze Antwort lautet:
In der Regel nein – zumindest nicht in Höhe des gesamten Kaufpreises.
Wird ein Wirtschaftsgut gekauft, das über mehrere Jahre genutzt wird, wird der Kaufpreis steuerlich grundsätzlich nicht vollständig im Jahr der Zahlung als Aufwand berücksichtigt.
Stattdessen wird das Wirtschaftsgut aktiviert und über die voraussichtliche beziehungsweise steuerlich maßgebliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Beispiel: Maschine für 100.000 Euro
Eine Maschine kostet 100.000 Euro netto und wird beispielsweise über mehrere Jahre genutzt.
Dann kann der steuerlich relevante Aufwand grundsätzlich über die Nutzungsdauer verteilt werden.
Bei einer beispielhaften linearen Abschreibung über fünf Jahre wären das vereinfacht:
100.000 Euro ÷ 5 Jahre = 20.000 Euro Abschreibung pro Jahr
Die Zahlung von 100.000 Euro führt also nicht automatisch zu einem Aufwand von 100.000 Euro im Jahr der Anschaffung.
Stattdessen entsteht der steuerliche Aufwand grundsätzlich über die Abschreibungsdauer.
Barzahlung kann die Liquidität schwächen
Auch wenn eine Barzahlung den Gewinn nicht sofort in Höhe des Kaufpreises reduziert, kann sie die Liquidität erheblich beeinflussen.
Das ist gerade für Existenzgründer und Unternehmen mit schwankenden Einnahmen wichtig.
Denn:
Gewinn ist nicht dasselbe wie Liquidität.
Ein Unternehmen kann beispielsweise einen guten Gewinn erwirtschaften und trotzdem vorübergehend wenig Geld auf dem Geschäftskonto haben.
Umgekehrt kann ein Unternehmen über viel Liquidität verfügen, obwohl der aktuelle Gewinn gering ist.
Warum ist das wichtig?
Wer 100.000 Euro für eine Maschine bezahlt, hat danach möglicherweise deutlich weniger finanzielle Reserven.
Diese Reserven könnten beispielsweise benötigt werden für:
- laufende Betriebskosten,
- Gehälter,
- Miete,
- Steuervorauszahlungen,
- Versicherungen,
- unerwartete Reparaturen,
- Waren- oder Materialeinkäufe,
- saisonale Umsatzschwankungen oder
- weitere Investitionen.
Deshalb sollte vor einer größeren Barzahlung immer geprüft werden, wie viel Liquiditätsreserve nach der Investition noch vorhanden ist.
Kann man durch eine Barzahlung Steuern sparen?
Hier ist eine wichtige Unterscheidung notwendig.
Nicht die Barzahlung an sich führt zu einer Steuerersparnis.
Steuerlich relevant ist vielmehr die Behandlung des angeschafften Wirtschaftsguts.
Bei einem abnutzbaren Wirtschaftsgut wird der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungsaufwand grundsätzlich über die steuerlich maßgebliche Nutzungsdauer verteilt.
Die daraus resultierende Abschreibung (AfA) kann den steuerlichen Gewinn mindern.
Dadurch kann sich – abhängig von der individuellen Situation – auch die Einkommensteuer beziehungsweise Körperschaftsteuer und gegebenenfalls Gewerbesteuer reduzieren.
Vereinfacht dargestellt
Angenommen, ein Unternehmen hat vor Abschreibung einen steuerlichen Gewinn von:
100.000 Euro
und kann aufgrund einer Investition eine Abschreibung von:
20.000 Euro
berücksichtigen.
Dann beträgt der steuerliche Gewinn vereinfacht:
80.000 Euro
Die Investition hat damit einen steuerlichen Effekt.
Aber:
Die 100.000 Euro Anschaffungskosten sind nicht automatisch vollständig steuerlich abziehbar.
Leasing: Liquidität schonen durch regelmäßige Raten
Beim Leasing wird das Wirtschaftsgut grundsätzlich nicht auf einmal bezahlt. Stattdessen fallen regelmäßig Leasingraten an.
Das kann insbesondere bei größeren Investitionen einen Vorteil für die Liquiditätsplanung darstellen.
Statt beispielsweise 100.000 Euro auf einmal aufzuwenden, verteilt sich die finanzielle Belastung über die vereinbarte Vertragslaufzeit.
Das kann für Unternehmen interessant sein, die ihr Kapital lieber für andere Zwecke einsetzen möchten.
Allerdings sollte man Leasing nicht ausschließlich unter dem Gesichtspunkt „Steuern sparen“ betrachten.
Die Leasingraten stellen – abhängig von der konkreten Vertragsgestaltung und der steuerlichen Zuordnung – grundsätzlich einen Aufwand dar, soweit sie steuerlich abzugsfähig sind.
Bei bestimmten Leasingverträgen können jedoch steuerliche und bilanzielle Besonderheiten zu beachten sein. Deshalb sollte insbesondere bei größeren Investitionen die konkrete Vertragsgestaltung geprüft werden.
Finanzierung: Eigentum auf Kredit
Eine weitere Möglichkeit ist die klassische Finanzierung.
Das Unternehmen kauft das Wirtschaftsgut und finanziert den Kaufpreis beispielsweise über ein Bankdarlehen.
Das Wirtschaftsgut gehört grundsätzlich dem Unternehmen und wird entsprechend bilanziell erfasst.
Die Finanzierung führt dabei zu einer wichtigen Unterscheidung:
Der Kaufpreis und die Finanzierungskosten sind steuerlich nicht dasselbe.
Der Kaufpreis wird grundsätzlich über die Abschreibung berücksichtigt.
Die Finanzierung verursacht zusätzlich beispielsweise Zinsen. Diese können – abhängig von den steuerlichen Voraussetzungen – als Betriebsausgaben berücksichtigt werden.
Beispiel
Eine Maschine kostet:
100.000 Euro netto
Das Unternehmen finanziert den Kaufpreis über ein Darlehen.
Dann können vereinfacht betrachtet zwei unterschiedliche Größen entstehen:
- Abschreibung auf die Maschine
- Finanzierungszinsen
Die Tilgung des Darlehens ist dagegen grundsätzlich keine Betriebsausgabe.
Das ist ein besonders wichtiger Punkt für Unternehmer:
Tilgung reduziert die Liquidität, aber nicht den steuerlichen Gewinn.
Abschreibung, Zinsen und Tilgung – nicht miteinander verwechseln
Gerade bei Finanzierungen werden diese drei Begriffe häufig verwechselt.
| Position | Liquidität | Gewinn |
| Kaufpreis bei Barzahlung | reduziert sich | nicht vollständig als Aufwand |
| Abschreibung | keine unmittelbare Zahlung | mindert grundsätzlich den Gewinn |
| Zinsen | reduzieren Liquidität | können grundsätzlich Aufwand sein |
| Tilgung | reduziert Liquidität | grundsätzlich kein Aufwand |
Die genaue steuerliche Behandlung hängt selbstverständlich vom Einzelfall und insbesondere von der Art des Wirtschaftsguts, der Unternehmensform und der konkreten Finanzierung ab.
Leasing oder Finanzierung – was ist besser?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Die Entscheidung hängt von den wirtschaftlichen Zielen des Unternehmens ab.
Leasing kann interessant sein, wenn …
- die Liquidität geschont werden soll,
- regelmäßige und gut planbare Zahlungen gewünscht sind,
- das Wirtschaftsgut regelmäßig erneuert werden soll,
- das Unternehmen nicht zwingend Eigentümer werden muss,
- oder bestimmte Serviceleistungen Bestandteil des Leasingvertrags sind.
Eine Finanzierung kann interessant sein, wenn …
- das Unternehmen Eigentümer des Wirtschaftsguts werden möchte,
- das Wirtschaftsgut langfristig genutzt werden soll,
- der Unternehmer die Investition finanzieren und gleichzeitig Liquidität im Unternehmen halten möchte,
- oder das Wirtschaftsgut nach Ende der Finanzierung weiterhin im Unternehmen verbleiben soll.
Eine Barzahlung kann interessant sein, wenn …
- ausreichend Liquidität vorhanden ist,
- nach der Investition noch eine angemessene Liquiditätsreserve besteht,
- keine oder nur geringe Finanzierungskosten entstehen sollen,
- und das Unternehmen das Wirtschaftsgut langfristig nutzen möchte.
Was ist steuerlich am günstigsten?
Auch hier gilt: Die günstigste Finanzierung ist nicht automatisch die steuerlich günstigste Lösung.
Ein Unternehmer sollte nicht nur fragen:
„Wie viel Steuern kann ich sparen?“
Sinnvoller ist die Frage:
„Welche Variante ist unter Berücksichtigung von Liquidität, Gesamtkosten, Steuerwirkung und Unternehmensplanung wirtschaftlich sinnvoll?“
Denn eine Steuerersparnis bedeutet nicht, dass die Investition kostenlos ist.
Wer beispielsweise 20.000 Euro zusätzliche steuerlich abzugsfähige Kosten hat, spart nicht 20.000 Euro Steuern.
Der tatsächliche Steuervorteil hängt unter anderem vom individuellen Steuersatz und der steuerlichen Situation des Unternehmens ab.
Beispiel: Barzahlung versus Finanzierung
Nehmen wir an, ein Unternehmen benötigt eine Maschine für:
100.000 Euro netto
Variante 1: Barzahlung
Das Unternehmen bezahlt die Maschine vollständig aus eigenen Mitteln.
Vorteil:
Keine Finanzierungskosten und keine laufenden Kreditraten.
Nachteil:
Die Liquidität sinkt unmittelbar.
Die Maschine wird anschließend steuerlich entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben.
Variante 2: Finanzierung
Das Unternehmen finanziert die Maschine beispielsweise über mehrere Jahre.
Vorteil:
Die Liquidität bleibt zunächst höher.
Nachteil:
Es entstehen Finanzierungskosten und regelmäßige Tilgungszahlungen.
Auch hier wird die Maschine grundsätzlich entsprechend ihrer steuerlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
Variante 3: Leasing
Das Unternehmen least die Maschine.
Vorteil:
Die Zahlungen verteilen sich über die Vertragslaufzeit und die Liquiditätsbelastung ist planbarer.
Nachteil:
Die Vertragsbedingungen müssen genau geprüft werden. Je nach Vertragsgestaltung können beispielsweise Laufzeit, Sonderzahlung, Restwert, Übernahmeoption und weitere Kosten eine Rolle spielen.
Der häufigste Denkfehler: „Ich kaufe etwas Teures und spare dadurch Steuern“
Eine Investition ausschließlich aus steuerlichen Gründen zu tätigen, ist normalerweise kein guter Ausgangspunkt.
Denn eine Steuerersparnis setzt grundsätzlich voraus, dass überhaupt steuerpflichtiger Gewinn vorhanden ist.
Außerdem gibt das Unternehmen zunächst Geld für das Wirtschaftsgut aus.
Vereinfacht gesagt:
100.000 Euro ausgeben, um beispielsweise 30.000 Euro Steuern zu sparen, bedeutet nicht, dass 30.000 Euro verdient wurden.
Das Unternehmen hat weiterhin 70.000 Euro wirtschaftlich aufgewendet – auch wenn sich die Steuerbelastung reduziert.
Eine Investition sollte daher in erster Linie betriebswirtschaftlich sinnvoll sein.
Die Steuerwirkung ist anschließend ein wichtiger Bestandteil der Gesamtbetrachtung.
Liquiditätsplanung ist bei größeren Investitionen entscheidend
Gerade für Existenzgründer ist die Liquiditätsplanung häufig wichtiger als die Frage, welche Variante den größten Steuervorteil bietet.
Vor einer Investition sollte deshalb beispielsweise geprüft werden:
1. Wie hoch ist der tatsächliche Kaufpreis?
Dabei sollten neben dem Nettokaufpreis auch berücksichtigt werden:
- Umsatzsteuer und Vorsteuerabzug,
- Transportkosten,
- Montage,
- Wartung,
- Versicherung,
- Finanzierungskosten,
- mögliche Sonderzahlungen und
- laufende Betriebskosten.
2. Wie viel Liquidität bleibt nach der Investition?
Es sollte ausreichend Geld für die laufenden Verpflichtungen und unvorhergesehene Ausgaben vorhanden sein.
3. Wie lange wird das Wirtschaftsgut genutzt?
Je länger die geplante Nutzung, desto wichtiger kann die Frage des Eigentums und der langfristigen Gesamtkosten werden.
4. Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Nicht nur die monatliche Rate betrachten.
Verglichen werden sollten vielmehr:
Kaufpreis + Finanzierungskosten + Nebenkosten + laufende Kosten + mögliche Restwerte
beziehungsweise beim Leasing die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit.
Was ist für Existenzgründer besonders wichtig?
Existenzgründer sollten bei größeren Anschaffungen besonders vorsichtig mit der eigenen Liquidität umgehen.
Ein Unternehmen kann auf dem Papier profitabel sein und trotzdem in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wenn zu viel Kapital langfristig gebunden wird.
Deshalb kann es sinnvoll sein, bei größeren Investitionen nicht nur die Steuerersparnis zu betrachten, sondern einen vollständigen Liquiditäts- und Finanzierungsplan aufzustellen.
Dabei sollte beispielsweise berücksichtigt werden:
- erwartete Umsätze,
- laufende Fixkosten,
- Personalkosten,
- Steuerzahlungen,
- Sozialabgaben,
- Investitionen,
- Kreditraten,
- private Entnahmen beziehungsweise Geschäftsführergehalt,
- saisonale Schwankungen und
- eine ausreichende Liquiditätsreserve.
Fazit: Barzahlung, Finanzierung oder Leasing?
Welche Finanzierungsform die richtige ist, hängt vom jeweiligen Unternehmen und der konkreten Investition ab.
Barzahlung kann sinnvoll sein, wenn ausreichend Liquidität vorhanden ist und die Investition ohne finanzielle Belastung aus eigenen Mitteln bezahlt werden kann.
Finanzierung kann sinnvoll sein, wenn das Unternehmen Eigentümer des Wirtschaftsguts werden möchte, gleichzeitig aber seine Liquidität schonen will.
Leasing kann insbesondere dann interessant sein, wenn regelmäßige, planbare Zahlungen und eine möglichst geringe anfängliche Liquiditätsbelastung im Vordergrund stehen.
Steuerlich ist entscheidend: Der Kauf eines Wirtschaftsguts führt bei größeren, abnutzbaren Wirtschaftsgütern grundsätzlich nicht dazu, dass der gesamte Kaufpreis sofort den Gewinn mindert. Vielmehr wird der Aufwand in der Regel über die steuerlich maßgebliche Nutzungsdauer verteilt. Finanzierungskosten können zusätzlich steuerlich relevant sein.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
„Wie kann ich durch die Investition möglichst viele Steuern sparen?“
Sondern:
„Welche Finanzierung ist für mein Unternehmen unter Berücksichtigung von Liquidität, Gesamtkosten, Steuerwirkung und Unternehmensplanung wirtschaftlich sinnvoll?“
Gerade bei Investitionen mit einem hohen Anschaffungspreis lohnt sich eine individuelle Betrachtung gemeinsam mit dem Steuerberater.
Häufige Fragen zur Finanzierung von Wirtschaftsgütern
Ist eine Barzahlung steuerlich besser als eine Finanzierung?
Nicht grundsätzlich. Die steuerliche Behandlung des Wirtschaftsguts hängt nicht allein davon ab, ob der Kaufpreis bar oder über einen Kredit bezahlt wird. Bei einer Finanzierung können zusätzlich Zinsen als steuerlich relevanter Aufwand hinzukommen.
Kann ich eine Maschine sofort vollständig steuerlich absetzen?
Das hängt unter anderem von der Art und dem Wert des Wirtschaftsguts sowie den geltenden steuerlichen Vorschriften ab. Bei größeren abnutzbaren Wirtschaftsgütern erfolgt die steuerliche Berücksichtigung grundsätzlich über die Abschreibung.
Ist Leasing steuerlich günstiger als Kaufen?
Nicht pauschal. Die steuerlichen Auswirkungen hängen insbesondere von der konkreten Vertragsgestaltung und der steuerlichen Zuordnung ab. Zusätzlich sollten immer die gesamten wirtschaftlichen Kosten betrachtet werden.
Was ist wichtiger: Gewinn oder Liquidität?
Beides. Für die Steuer ist der steuerliche Gewinn entscheidend. Für die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist die Liquidität entscheidend. Beide Größen können sich erheblich voneinander unterscheiden.
Sollte man eine Investition nur wegen der Steuerersparnis tätigen?
Nein. Eine Investition sollte zunächst wirtschaftlich und betrieblich sinnvoll sein. Die steuerlichen Auswirkungen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesamtentscheidung, sollten aber nicht das einzige Entscheidungskriterium sein.
Disclaimer / Rechtlicher Hinweis
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle steuerliche, rechtliche oder betriebswirtschaftliche Beratung dar.
Die dargestellten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Sie können eine auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmte Beratung durch einen Steuerberater, Rechtsanwalt oder sonstigen qualifizierten Berater jedoch nicht ersetzen. Insbesondere bei Investitionen, Finanzierungen, Leasingverträgen und steuerlichen Gestaltungen können die konkreten Auswirkungen von den individuellen Umständen des Unternehmens, der Rechtsform, der Vertragsgestaltung und der jeweils geltenden Rechtslage abhängen.
Steuerliche Vorschriften können sich ändern. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen wird daher keine Gewähr übernommen.
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Bitte lassen Sie größere Investitions- und Finanzierungsentscheidungen vor Umsetzung individuell prüfen.
